
Wilhelm Tell
Die erste Sitzung des vom Sabah Ülkesi Kunst- und Kulturverein organisierten Lesekreises widmete sich Friedrich Schillers Drama "Wilhelm Tell". Schiller, 1759 in Marbach am Neckar geboren und 1805 in Weimar gestorben, war eine prägende Figur der deutschen Literatur. In einer Zeit, in der Deutschland wissenschaftlich im Aufbruch war, nutzte Schiller – wie viele seiner Zeitgenossen – Reiseberichte als Hintergrundwissen für seine Werke.
Diese Herangehensweise inspirierte ihn dazu, literarische und philosophische Themen zu hinterfragen und trug zu bedeutenden Beiträgen für die deutsche Literatur bei. Bemerkenswert ist, dass "Wilhelm Tell" in der Schweiz spielt, obwohl Schiller diese nie besucht hat.
Das Drama spielt im 14. Jahrhundert in der Schweiz. Wilhelm Tell, ein begabter Bogenschütze, der in den Bergen lebt, widersetzt sich der Unterdrückung durch die Habsburger. Als er verhaftet werden soll, gelingt ihm während eines Sturms auf dem Schiff die Flucht, wobei er den Habsburger Vogt tötet. Im anschließenden Krieg zwischen Habsburg und der Schweiz siegt das Schweizer Volk und erklärt Wilhelm Tell zum Helden, wodurch die Schweiz ihre Unabhängigkeit wiedererlangt.
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