
Safahat
Mehmet Akif Ersoy, einer der wichtigsten Dichter der türkischen Literatur, wurde im Lesekreis mit seinem Werk "Safahat" vorgestellt. Er wuchs in Fatih auf, entdeckte früh seine Leidenschaft für Poesie und führte ein aktives Leben in sozialen wie politischen Bereichen, ohne das Schreiben zu vernachlässigen. In Ankara verfasste er die türkische Nationalhymne.
Mehmet Akif, der eine Übersetzung des Korans anfertigte, zog seine eigene Übersetzung zurück, als er hörte, dass in den Moscheen nur die türkische Übersetzung gelesen wurde. 1926 konnte er den unnötigen Verfolgungen nicht standhalten, zog nach Ägypten und setzte seine Lehrtätigkeit für die türkische Sprache an der Universität fort. Mehmet Akif Ersoy, eine vielseitige Persönlichkeit, wurde als Gelehrter, Dichter, Koranexeget, Redner, Reisender, Schriftsteller, Journalist, Staatsmann und Sportler bekannt. Aufgrund seiner starken und einflussreichen Feder nutzte er seine Gedichte als Mittel zur Vermittlung von Ideen.
"Safahat", das seine gesammelten Gedichte bewahrt, besteht aus sieben Bänden. Safahat bedeutet Phasen, also die verschiedenen Gesichter des Lebens. Akif behandelte zeitgenössische soziale Ereignisse, historische und religiöse Themen und sprach das Volk an, was er bis heute tut. In seinen Werken bemüht er sich, den Koran zu verstehen, als Muslim zu leben und sich selbst zu erneuern. Sein Gedicht "Necid Çölleri", das er dem Propheten widmete, hat einen besonderen Platz in Safahat. Sein Gedicht "Zulmü Alkışlayamam" ist neben der Nationalhymne eines der bekanntesten und beliebtesten Gedichte unserer Zeit. Akif, dessen kämpferischer Geist sich in seinem Charakter widerspiegelt, hat einen Dichter hinterlassen, der die Spuren dieses Kampfes in seinen Werken trägt.
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